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2. SONNTAG der Osterzeit

Man hat ihn den „ungläubigen Thomas“ genannt.
Der Mann passt in unsere Zeit: Wir wollen sehen, hören, wägen, messen.
Von Träumen kann man nicht leben. Wir wollen sicheren Grund und brauchen Fakten.

Thomas war nicht ungläubig. Er war nur nicht leichtgläubig.
Er kannte die Gefahr der Täuschung und die Gefahr der Selbsttäuschung.
Er wollte Handgreifliches. Er hat gesehen, er hat berührt.
Zu glauben und zu vertrauen geht darüber hinaus.
„Mein Herr und mein Gott“ – das ist der Glaube des Thomas.

Dr. Franz-Josef Weißenböck

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